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Urlaub mit Hund Ostsee (Polen): Erfahrungsbericht

Im Juli 2012 war ich mit Hund und fünfköpfiger Familie auf der Insel Sobieszewo (sie hat den kuriosen deutschen Namen Insel Bohnsack) an der polnischen Ostsee. Mein Hund Bettina ist ein mittelgroßer blonder Mischlingshund aus einem italienischen Tierheim, etwas schreckhaft, aber freundlich und lebensfroh, mit unkontrollierbarem Jagdtrieb.

Die kleine Insel, relativ fest in der Hand polnischer Touristen, liegt in unmittelbarer Nähe von Danzig in der Weichselmündung und ist über eine Pontonbrücke zu erreichen. Zur See hin gibt es einen 11 Kilometer breiten Sandstrand mit herrlichem weißem Sand, an den sich auf der gesamten Länge ein etwa einen Kilometer breiter Streifen von Küstenwald anschließt. Dahinter liegen zwei kleine Ferienorte mit Hotels und Bungalowsiedlungen.

Die Unterbringung im Hotel Vega in Sobieszewo war kein Problem, und auch in nahezu sämtlichen anderen Unterkünften und Restaurants der Insel sind Hunde ohne weiteres gestattet, ebenso in öffentlichen Verkehrsmitteln. Es gibt keine speziellen Hundeeinrichtungen oder Willkommensbemühungen - Hunde sind einfach ganz selbstverständlich erlaubt, alles andere ist Sache der Hundebesitzer.

Winziges Minus: Auf der ganzen Insel habe ich nur ein relativ garstiges Dosenfutter namens "Karma dla psow" (Hundekarma?) aufgetrieben. Wer seinen Hund barft, kommt natürlich nicht weit, aber das ist ja auch kaum zu erwarten.

Die Polen haben ein völlig unverkrampftes Verhältnis zu Hunden. Ich habe kein Kind getroffen, das von der in Deutschland leider so verbreiteten irrationalen Hundeangst geplagt wurde. Die meisten Kinder und Erwachsenen an der Ostsee in Polen scheinen sogar ausgesprochene Hundefreunde zu sein, die sich einem Vierbeiner liebend gern mit ein paar freundlichen Worten und Streicheleinheiten zuwenden.

Schilder bitten darum, aus Naturschutzgründen Hunde in den umliegenden Wäldern anzuleinen, ansonsten scheint aber auch das Leinenthema jedermann egal zu sein. Die Wälder an der polnischen Ostsee bieten Gelegenheit für lange und kurze Spaziergänge nach Lust und Laune. Auf jagdfreudige Hunde sollte man wegen des Wildreichtums ein besonderes Auge haben. Beim Wandern lassen sich Relikte der heftigen Rückzugsgefechte entdecken, die die Deutsche Armee hier 1945 kämpfte; an manchen Stellen ist der Waldboden vollkommen zerfurcht von Schützengräben und Wolfsgruben.

Am Strand sind - so wie nach Auskunft der Bademeister in ganz Polen - Hunde offiziell verboten. Das kümmert aber keinen Menschen. Die Aufsicht schaut bemüht in die andere Richtung und im übrigen ist dieser Strand ja lang genug, um ein Plätzchen zu finden, an dem man ungestört ist und keinen anderen Badegast belästigt. Auf Strandspaziergängen sieht man immer eine Reihe von Hunden, die sich im Sand und am Wasser amüsieren.

Fazit: Die lange Anfahrt war der einzige kleine Nachteil dieser sehr gelungenen Ferienwoche mit Hund. Sehr zu empfehlen!